Tierpsychologe ( ATN
 Akademie / Schweiz)  

 Erlaubnis erteilt nach § 11 Abs. 1 Nr. 8 f  Tierschutzgesetz  

 

        

Leinenführung im Einzeltraining   

 

Vorab vereinbaren wir mit Ihnen ein Gesprächstermin, auch wenn Ihnen das nicht plausibel erscheinen mag. Unsere Erfahrungen haben aber gezeigt, dass eine nicht so gute Leinenführung häufig auf die Kombination „Beziehung-Erziehung-Bindung“ zurückzuführen ist.

Wir besprechen auch, wie ein passgenaues Halsband für Ihren Hund aussehen könnte.

Das nachfolgende Training findet an Ihrem Wohnort oder an einem von uns empfohlenen Ort statt (Ihr Einverständnis vorausgesetzt).

Zu diesem Termin bringen Sie bitte das passgenaues Halsband und eine 1-2 Meter lange Leine mit.

Es versteht sich von selbst, dass wir keine Stachelhalsbänder, Endloswürger, Haltis oder andere schmerzzufügende Erziehungshilfen zulassen. Wir vermitteln Ihnen die völlig gewaltfreie Anwendung der Leine in Theorie und Praxis.

 

Zwischen beiden ist eine wortlose Basis der Verständigung über Mimik, Gestik und Körpersprache entstanden

 

Wir unterscheiden zwischen einem gehorsamen und wohlerzogenen Hund. Ein Hund, der lediglich sein unter „klassischer Konditionierung“ gelerntes Verhalten auf Kommando abspult, ist allenfalls gehorsam, nicht aber wohlerzogen.

Wir möchten Ihnen vermitteln, dass nur ein wohlerzogener Hund ein echtes soziales Mitglied unserer Mensch-Hund-Gemeinschaft sein kann. Unser Wissen nutzen wir, um die Kommunikation zwischen Mensch und Hund so zu verfeinern, dass eine Basis des Vertrauens entsteht.

 

Hier ist schön zu erkennen, dass sich eine artübergreifende Kommunikation zwischen Mensch und Hund entwickelt hat.

 

 

 

Der Hundeführer ist losgegangen. Der Hund läuft etwas hinter ihm, weil der Hundeführer den ersten Impuls für das Losgehen gegeben hat. Wichtig ist, dass immer der Hundeführer den ersten Impuls („jetzt geht es los“) gibt. Zunächst schauen sich Mensch und Hund an, wobei der Mensch den Blickkontakt nicht abbrechen lässt. Der Hund bleibt in einer Erwartungshaltung und möchte den Moment eines neu gegebenen Signals nicht verpassen. Es ist eine Verständigungsebene zwischen beiden entstanden.

 

 

Manchmal ist es nötig, den Hund über Futter zu "bestechen".

Auch wenn einige Hundehalter behaupten, „über Leckergaben lernt der Hund nichts“, sind dies meist Hundehalter, die vom klassischen Lernverhalten des Hundes nichts verstehen.

„Hunde müssen mit harter Hand erzogen werden“, heißt es da. „Er verstehe keine andere Sprache“...Wir behaupte, dass solche Hundehalter Angst haben, dass ein nicht „unterdrückter“ Hund ungehorsam sein könnte.

Wir üben mit Ihnen die neuen Abläufe und erklären Ihnen, wie Sie mit Ihrem Hund über das „Bestechungsprinzip“ in Kontakt treten. Auch werden wir gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Hund das System langsam wieder ausschleifen, damit Ihr Hund nicht anfängt Sie zu bestechen.

Gerade beim Thema "Leinenführung" liegen bei vielen Hundehaltern die Nerven blank.

Ob Welpe oder erwachsener, ob kleiner oder großer Hund. Ein Hund, der an der Leine ziehen darf und damit selbstbestimmend seinen Weg geht, schafft Frust beim Hundebesitzer.

 

 

Hier findet eine Kommunikation zwischen Hund und Mensch nicht statt. Der Hund bekommt die Möglichkeit, selbstbestimmend und zielgerichtet SEINEN Weg zu gehen, ohne auf den Menschen zu achten.

Das Signal „Fuß“ nun zu rufen ist vergebens.
Erreicht der Hund SEIN Ziel, ist dies seine Belohnung für sein Handeln/ das Ziehen an der Leine.

Entscheidet der Hund auch in anderen Situationen den Ablauf des Geschehens, ist das erreichte Ziel die Belohnung für sein Handeln.

 

 

 

Der Hund einen intensiven Geruch aufgenommen und zieht seinen Menschen dort hin. 

 

Viele Hundehalter lassen das Ziehen auch bewusst zu, weil sie annehmen, der Hund würde sie nicht mehr mögen, wenn man ihm nicht gestattet genau dort hin zu laufen, wohin er gern möchte.

Oder aber sie laufen dem Hund hinterher, um ihm ggf. Schmerzen am Hals durch das Zerren an der Leine zu ersparen.

Aber glauben Sie uns, auch Sie können ohne Modeartikel oder schmerzausübenden Hilfsmittel auskommen. Eine ein bis zwei Meter lange Leine, ein gut angepasstes Halsband und eine Kommunikation die Ihr Hund versteht, reichen völlig aus um mit einen leinenführigen Hund spazieren zu gehen. 

Viele Modeartikel auf dem Markt (Halti, Wickelgurt, Sprühhalsband und Co) versprechen leicht Abhilfe.

Seien Sie sich gewiss: Sie brauchen diese Artikel nicht.
Eine 1- 2 m lange Leine, ein gut angepasstes Halsband und eine Kommunikation, die Ihr Hund versteht, reichen völlig aus, um mit ihm leinenführig locker spazieren zu gehen

 

 

 

So kann es aussehen, wenn ein sehr starker Hund seiner Bezugsperson überlegen ist.

 

Der Hundeführer fällt hin, lässt die Leine los und hat sich eventuell verletzt. Welche Motivation den Hund dazu veranlasst hat, sein Ziel zu erreichen ist irrelevant. Sein Handeln hat ihn zum Erfolg geführt. Er wir das gleiche Verhalten in Zukunft wieder zeigen.

 

 

 

 

 

Der gleiche Hundeführer wie zuvor, nach einigen Trainingseinheiten mit uns. Mensch und Hund stehen miteinander in Kontakt.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie eine Verständigungsbasis zu Ihrem Hund aufbauen, ohne rohe Kraft ausüben zu müssen. Haben Sie die richtige Technik erlernt, sich das Vertrauen Ihres Hundes erarbeitet, dann liegt es nur noch an ihrem Durchhaltevermögen, in wie weit Sie ihrem Ziel nahekommen und der Gang mit ihrem Hund wieder zu einem entspannten Erlebnis wird.

 

Was wird Ihnen vermittelt????

 1. Sie lernen den positiven Umgang mit der Leine  

 2. Sie lernen, die Leine als Kontaktvermittler zwischen Ihnen und Ihren

     Hund zu benutzen  

 3. Sie lernen, den Bewegungsfreiraum Ihres Hundes zu beeinflussen, so dass er später sein

     Freilaufbedürfnis ausleben kann, ohne sich zu verselbstständigen

4. Sie lernen, so mit der Leine umzugehen, dass Ihr Hund sich bei Ihnen sicher fühlt und               Vertrauen in Ihre Handlungen setzt. Ihr Hund lernt, sich auf Sie zu verlassen, um                       Umweltsituationen souverän zu meistern.

 5. Sie lernen über Ihre Körpersprache und Mimik eine gemeinsame

     Verständigungsebene aufzubauen.

 6. Sie lernen, dass die Leine nicht nur zur Konfliktvermeidung gegenüber Mensch, Hund,              Wild,usw. dient, sondern auch, Ihrem Hund eine Führung vorzuleben, die Sicherheit und            Schutz in allen Umweltsituationen bietet. Ein leinenführiger Hund hat gelernt, sich auf                seinen Sozialpartner zu verlassen und Vertrauen in dessen Handlungen zu setzen.

 7. Sie lernen, mit Ruhe und Ausgeglichenheit neuen Umweltsituationen zu

     begegnen, so dass Ihr Hund Sie als kompetente Führungsperson

     wahrnimmt.

 8. Sie lernen, keine stressaufbauenden Handlungen an Ihrem Hund vorzunehmen. Sie nutzen      eine Körpersprache, die Ihr Hund versteht. Fühlt Ihr Hund sich nicht verstanden, wir er über      Kurz oder Lang die Zusammenarbeit mit Ihnen einstellen.

 9. Sie lernen, welche Halsbänder und Leinen zweckmäßig sind und nicht

     nur schön aussehen.

10.Sie lernen, dass auch für einen großen Hund keine Kraft erforderlich ist, um ihn zu lenken.        Die einzigen Hilfsmittel, die Sie benötigen, sind Sie selbst, eine Leine und das Halsband,          das Ihr Hund trägt. Durch koordinierte Bewegungen, über konzentriertes und konsequentes      Handeln, entsteht eine perfekte Kommunikationsbasis.

 

In Theorie und Praxis vermitteln wir Ihnen wie Sie mit Ihrem Hund eine individuell angepasste Kommunikationsbasis aufbauen können.

Bei richtig angewandter Kommunikationshilfe ( Leine ) und einer eindeutigen Signalübermittlung, ist es möglich das Sie mit Ihrem Hund eine Verständigungsebene erreichen, wo das Ziehen an der Leine der Vergangenheit angehört.

 

 

So soll es aussehen! Ob mit einem zwei oder drei Hunden.

 

In Bild 1 sehen Sie, dass zwischen Etana und mir eine Übereinkunft für diese Situation besteht. Bitte beachten Sie, wie Etana den Blickkontakt einfordert und dieser von mir mit freundlicher Gestik und Mimik beantwortet wird.

In Bild 2 sehen Sie, dass die Leinenführung bei Sandra zur Selbstverständlichkeit geworden ist.

In Bild 3 sehen Sie, dass Sandra ihren Blick zu den beiden Hündinnen zu ihrer rechten wendet. Die Hündin Belleza (links von Sandra) bekommt in diesem Moment keine Aufmerksamkeit. Somit blickt Belleza zu Etana und Dafina, weil sie ein Lob von Sandra nicht verpassen möchte.